Alle Beiträge von Thomas Jefferson

Beste Wünsche für 1776

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Beste Wünsche fürs neue Jahr 1776* und freundschaftliche Grüße aus den Kolonien!

Werte Freunde, ein ereignisreiches Jahr liegt hinter uns: Die Kolonien schicken sich an, sich unabhängig zu erklären, ich wurde beauftragt, eine Erklärung an den englischen König dazu zu verfassen (was mir viel Kopfschmerzen bereitet, was ich aber ungeachtet dessen gerne tu), ich habe meinen Assistenten ein Buch zur finanziellen Unabhängigkeit fertigstellen und drucken lassen (das erste aus einer ganzen Reihe), und diese „Web-Site“, wie mein Assistent es nennt (was auch immer das sein soll) ist aufgebaut worden, was den Bekanntheitsgrad unseres Vorhabens bereits erheblich gesteigert hat.

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„Exponiert und unsicher“

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Unlängst hatte ich eine Konversation mit einer berufstätigen Dame, Lady Anonymous (mein Assistent hatte mich darüber aufgeklärt, dass dieser Tage auch Damen berufstätig sind und sich keineswegs allein ums Haus kümmern, während ihre Männer ihrem Tagewerk nachgehen – eine Tatsache, die mir neu war, wie ich gestehe). Lady Anonymous jedenfalls hatte lange Zeit als „Angestellte“ gearbeitet (ebenfalls etwas, was mir mein Assistent erklären musste: eine besondere Form moderner, wenn auch gemäßigter, Fronarbeit, die lange nach meiner Zeit weite Verbreitung fand). Und aus diesem Angestelltenverhältnis hatte sie sich befreit und geht seither selbständig ihrem Beruf nach. Sie sucht sich also ihrer Kundschaft und bietet ihnen ihre Handreichungen [Dienstleistungen, d. Ass.] an, für die sie sich direkt bezahlen lässt, ohne einen sogenannten Dienstherren [Arbeitgeber, d. Ass.] dazwischen, der einen Großteil der Einnahmen einsteckt.

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Gleichgesinnte in Katalonien

Artur Mas, president de la Generalitat de Catalunya
Artur Mas, president de la Generalitat de Catalunya

Welch ein Teufelsbraten!

Verzeihen Sie mir den Ausdruck, aber ich verlor für kurze Zeit meine Beherrschung.

Mir wurde nämlich mit den letzten Neuigkeiten eines Schiffs aus Spanien berichtet, dass sich dort eine ganze Region – Katalonien nämlich – aufgemacht hat, sich gegen die ihr verhasste Zentralherrschaft aufzulehnen und Unabhängigkeit zu fordern.

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Potzblitz!

Mein Assistent hat mir gemeldet, dass er einen befreundeten Kladdenschreiber („Blogger“, wie er sich ausdrückt) gefunden habe, der in Sachen finanzieller Unabhängigkeit ganz ähnliche Gedanken hegt wie meine Wenigkeit.

Welch unglücklicher Umstand, dass ich diesen interessanten jungen Mann (Rico sein Name) noch nicht kennenlernen konnte. Leider lebt er in Leipzig (Europa), was für mich in den Kolonien nicht erreichbar ist. Dafür hat eine angeregte Korrespondenz begonnen.

In jedem Fall sei ihm gedankt: Er hat sich bereit erklärt, eine Meldung zum Buch zu affichieren. Hier können Sie es einsehen.

In Freundschaft,

Ihr Thomas Jefferson

Ihre Eingaben zum nächsten Buch erbeten

Seien Sie gegrüßt!

Mit meinem Assistenten hatte ich unlängst ein interessantes Gespräch. Er berichtete mir über die Fortschritte beim Publizieren meines (auch seines, er hatte ein wenig Anteil daran…) Werks zur finanziellen Unabhängigkeit, des ersten einer ganzen Reihe, die folgen soll.

Mir erscheint es selbstverständlich, dass eine Gemeinschaft (eine „Community“, wie mein Assistent sagt), die sich um Selbstbestimmtheit und Unabhängigkeit bemüht, sie teilweise sogar erkämpfen muss, das Recht hat, über die Gewichtung und Reihenfolge seiner Kernthesen selbst zu bestimmen.

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Ein rundes Werk!

Trefflich, trefflich!

Viel zu lange hat mein Assistent Sie warten lassen mit der Fertigstellung meines Werks. Ich dachte schon, ich müsste ein ernstes Wort mit ihm reden, doch ich wusste natürlich auch, dass ich ihm viel Arbeit aufgetragen hatte.

Doch nun ist es endlich soweit: Ich bin entzückt, Ihnen endlich ankündigen zu dürfen, dass mein Werk (nun gut: mein Assistent hat ein wenig Anteil daran) zur finanziellen Unabhängigkeit nun endlich fertig ist. Heute kam die Post mit dem Schiff aus London mit dem Paket der ersten Exemplare, und mein Assistent hat mir gleich stolz mein eigenes Exemplar überreicht.

Damit ist nun endlich ein wichtiger Meilenstein erreicht.

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Religionsfreiheit und Laizismus

Werte Freunde, zunächst einmal möchte ich mich ergebenst bei Ihnen dafür entschuldigen, dass ich Sie so lange vernachlässigt habe. Ich hatte dringende geschäftliche Dinge mit dem Kongress zu klären.

Nun zu meinem Anliegen. Sie wissen es vielleicht noch nicht, aber obwohl ich ein frommer Mann bin, so denke ich dennoch, dass kein freier Mann Rechenschaft für seinen Glauben oder seinen Gottesdienst schuldet. Ebenso erstreckt sich die  gesetzgebende Macht der Regierung sich nur auf Handlungen erstreckt, nicht auf Meinungen.

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Das Wertvollste ist Ihre Zeit (1/4)

Sie haben es gewiss bereits woanders gelesen oder gehört:

Das Wertvollste in Ihrem Leben ist Ihre Zeit.

Meistens wird dieser Satz natürlich in anderem Zusammenhang zitiert: Da geht es um Lebens­qualität, um die Zeit, die Sie mit Freunden und Bekannten verbringen sollten, darum, dass Sie sich als Individuum frei entfalten können (und um „Work-Life-Balance“, wie mein Assistent interessanterweise eingeworfen hat; ich nehme an, Sie verstehen, was er damit meint). Das ist jedenfalls eine Art, wie man den Satz interpretieren kann.

Ich bin mit dieser Interpretation vollkommen einverstanden, aber darauf will ich im Moment nicht hinaus. Lange ging ich mit diesem Gedanken schwanger (Sie verzeihen den Ausdruck, meine Damen), und ich besprach das auch mit Dr. Palmer und Mr. Kees am vergangenen Sonntag beim Tee. Dabei griff ich noch ein paar weitere höchst interessante Gedankengänge auf.

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Treffliche Gestaltung!

Gerade hat mir mein Assistent die nach Abstimmung zwischen ihm und der Künstlerin fertiggestellte Gestaltung der „Web-Site“ gezeigt (ich muss zugeben, dass ich noch nicht ganz verstanden habe, was dieser Terminus Technicus bedeutet).

Trefflich! Sehr geschmackvoll getroffen, so muss ich sagen!

Ich bin direkt ein wenig gerührt, dass die beiden mein Portrait als Thema gewählt haben. Das ist fast zuviel der Ehre.

In Freundschaft,

Ihr Thomas Jefferson

Die Krone streut Propaganda!

Unerhörtes musste ich neulich lesen: Die Krone ließ vor 3 Monaten (inzwischen sind die Londoner Zeitungen auch bei uns in Philadelphia eingetroffen) verbreiten, die Steuern in den Kolonien hielten sich in Grenzen. Was für eine impertinente Behauptung!

Nicht nur, dass wir direkt sehr hoch besteuert werden (der Hof verschlingt Unsummen). Der Stamp Act von 1765 und der Townsend Act von 1767 sowie weitere Maßnahmen belasten uns alle schwer. Jedoch nimmt die indirekte (und versteckte) Besteuerung ebenfalls bereits Besorgnis erregende Ausmaße an:

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