Religionsfreiheit und Laizismus

Werte Freunde, zunächst einmal möchte ich mich ergebenst bei Ihnen dafür entschuldigen, dass ich Sie so lange vernachlässigt habe. Ich hatte dringende geschäftliche Dinge mit dem Kongress zu klären.

Nun zu meinem Anliegen. Sie wissen es vielleicht noch nicht, aber obwohl ich ein frommer Mann bin, so denke ich dennoch, dass kein freier Mann Rechenschaft für seinen Glauben oder seinen Gottesdienst schuldet. Ebenso erstreckt sich die  gesetzgebende Macht der Regierung sich nur auf Handlungen erstreckt, nicht auf Meinungen.

Das bedeutet insbesondere, dass ich für eine klare Trennung von Staat und Kirche und für religiöse Freiheit eintrete. Weder soll die Kirche sich in staatliche Dinge einmischen noch der Staat in kirchliche!

Was meinen Glauben angeht, so gestatten Sie mir die Anmerkung, dass ich wenig von Wundergeschichten in der Bibel halte. Wenn meine Zeit es einmal erlaubt, so werde ich vielleicht eine entsprechend redigierte Fassung der heiligen Schrift herausgeben.

Diese Anmerkungen erscheinen mir insofern relevant, als auf diesen elektronischen Depechen es ja um Unabhängigkeit gehen soll. Ich berichtete ja bereits darüber, dass das „Framework“, welches ich zusammen mit meinem Assistenten ausgearbeitet habe, mehrere Dimensionen der Unabhängigkeit ausweist; darunter auch die spirituelle.

Dies sollen also erste Anker-Gedanken zu dieser Dimension sein. Es werden weitere folgen, mein Assistent (den ich in letzter Zeit viel beschäftigt habe, fleißiger Junge!) wird hierzu weiteres bekannt geben.

In Freundschaft,

Ihr Thomas Jefferson.

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